Kampagnen Optimierung mit E-Mail A/B-Testing

  •  02.04.2019
  •  Catrin Schneider
  •   Marketing-Expertise

Wissen Sie schon, was es mit E-Mail A/B-Testing auf sich hat? Falls nicht, wird es jetzt höchste Zeit das herauszufinden! Wir zeigen Ihnen, wie dieses Verfahren Ihre E-Mail-Kampagnen optimiert!

Die E-Mail – Online-Kommunikationsmittel Nr. 1

Die E-Mail hat als Marketing Instrument nach wie vor einen hohen Stellenwert. Privat wie beruflich nutzten 2019 rund Prozent der deutschen Bevölkerung den elektronischen Brief. Dadurch zeigt sich auch, dass fast alle Altersgruppen die E-Mail als Kommunikationsmittel verwenden. Prognostiziert wird eine weitere Steigerung der E-Mail-Nutzung. Zumal sie stark zum allgemeinen Thema der Sicherheit von Daten beiträgt. Es lohnt sich also nach wie vor auf E-Mail-Marketing zu setzen.

Dabei sollte beim Versenden Wert auf Qualität, statt auf Quantität gelegt werden. Die kundenspezifische Ansprache ist das A und O. Dafür bietet eine Kundendatenbank mit den gespeicherten E-Mail-Adressen eine gute Grundlage. In dieser können Personas angelegt und Interessen in Kategorien geclustert werden. Je länger die Kundenbeziehung besteht umso besser lassen sich Inhalte und Versandzeiten eingrenzen. A/B-Tests helfen, die Conversion zu verbessern, um in der Masse der Anbieter nicht unterzugehen.

Was bedeutet A/B-Testing im E-Mail-Marketing?

Mit A/B-Testing ist der Vergleich von zwei oder mehr Versionen eines Inhalts gemeint. Im Bereich der Softwareentwicklung sowie im Webdesign wird diese Methode häufig eingesetzt, um herauszufinden welcher Inhalt beim Nutzer eine höhere Call-to-Action-Rate (CTA) auslöst. Im E-Mail-Marketing gibt das Verfahren Aufschluss über Öffnungsrate bzw. Klickrate. Dies hat zum Ziel, die Conversion-Rate zu erhöhen und mehr Empfänger von der Botschaft zu überzeugen. Mit Hilfe von Tools, wie promio.connect, lassen sich diese A/B-Tests durchführen und Ergebnisse einfach auswerten. Getestet werden unterschiedliche Bestandteile der E-Mail.

Die Betreffzeile entscheidet – Top oder Flop

Die größte Aufmerksamkeit sollten Sie in die Ausformulierung der Betreffzeile stecken. Spricht diese den Empfänger nicht an, können Sie sich mit dem Inhalt der Mail noch so viel Mühe geben – er wird nicht gelesen. Deshalb sollten Sie unbedingt ansprechend formulieren, um eine Öffnung der Mail zu erzielen. Folgende Kriterien können im A/B-Test miteinander verglichen werden:

  • Länge des Betreffs
  • Einfügen von Emojis oder anderen auffälligen Symbolen
  • Fragestellungen
  • Rabatte oder Aktionen
  • Personalisierung der Betreffzeile

Versuchen Sie, die Anrede möglichst persönlich zu wählen und Ihren Kontakt z. B. mit seinem Vornamen anzusprechen. Anreden wie „Sehr geehrter Herr Mustermann“ sind nicht mehr zeitgemäß und wirken in den meisten Fällen eher unpersönlich.

Mehr Conversion durch visuelle Optimierung

Sie haben es geschafft. Der Betreff ist gut gewählt – der Empfänger hat geklickt. Bilder oder andere visuelle Darstellungen werden von Nutzern immer zuerst wahrgenommen. Daher bietet die visuelle Gestaltung Ihrer E-Mail-Kampagne eine gute Möglichkeit, ein Testing durchzuführen. Schauen Sie beispielsweise, welche Bildgröße oder welcher Stil Ihren Lesern am besten gefällt. Lange Ladezeiten sollten unbedingt vermieden werden, da Nutzer sonst schnell wieder abspringen. Durch Testen der besseren Version erreichen Sie eine höhere Conversion. Weiterhin kann die Größe eines Call-to-Action-Buttons entscheidend für die Klickrate sein.

Content-Tests – mit den richtigen Inhalten überzeugen

Neben der visuellen Gestaltung eignet sich ebenfalls der E-Mail-Inhalt für das Testing. Denn auch wenn Texte der Mails oft überflogen werden, müssen sie überzeugen, um eine Conversion-Optimierung zu erzielen. Im Content-Test stellen Sie beispielsweise unterschiedliche Textlängen oder Formulierungen auf die Probe.

Ein weiterer wichtiger Baustein Ihrer Mails sind die „Call-to-Action-Buttons“ (CTA), welche als Handlungsaufforderung für Ihre Kunden dienen. Auch hier können Sie beliebig ausprobieren, welche Farben, Größen oder auch Platzierungen am besten abschneiden. Gleiches gilt übrigens auch für andere Links z. B. die Social Media Buttons.

Holen Sie Ihre Leser im richtigen Moment ab

Zu guter Letzt besteht noch die Möglichkeit die Versandzeit Ihrer Mailings zu testen. Somit können Sie herausfinden zu welcher Tageszeit Ihre Kunden bevorzugt die E-Mails öffnen und den Versandzeitpunkt ggf. anpassen.

6 Tipps für den perfekten A/B Test

1. Nicht alles auf einmal testen

Wir empfehlen je Testing eine kleine Menge der E-Mail-Elemente zu ändern. Es liegt auf der Hand, dass sich bei veränderter Zeit und zusätzlich erneuerter Betreffzeile kein Rückschluss auf die bessere Variante ziehen lässt. Die gesteigerte – oder gefallene – Öffnungsrate kann nun an der Feierabendzeit oder an der optimierten Ansprache liegen. Das Testing beginnt von Neuem. Deshalb: Bitte Eins nach dem Anderen.

2. Regelmäßiges A/B-Testing anstreben

Die Präferenzen der Empfänger verändern sich im Laufe der Zeit und müssen genauestens beobachtet werden.

3. Testergebnisse archivieren

Frühere Erkenntnisse können wichtige Informationen für aktuelle A/B-Tests bieten. Legen Sie daher einen ausführlichen Testbericht an und erweitern ihn. So behalten Sie den Überblick.

4. Größere Testgruppen anstreben

Damit die gewonnen Erkenntnisse repräsentativ sind, muss die Anzahl der Empfänger je Testgruppe möglichst groß sein.

5. Gleiche Versandzeitpunkte wählen

Schon geringe Zeitverschiebungen zwischen dem Versand zweier Varianten können die Ergebnisse verfälschen. Falls nicht ein Versandzeitpunkt-Test durchgeführt wird, empfehlen wir die beiden Varianten möglichst parallel zu verschicken. promio.connect bietet Ihnen durch Kampagnentypen die zeitgleiche Versendung unterschiedlicher Varianten. Dabei wird ein festgelegter Teil Ihrer Zielgruppe dem Test unterzogen. Nach kurzer Zeit erhält auch die restliche Zielgruppe die besser geklickte Version.

6. Ganzheitlichen Ansatz beachten

Es gibt viel mehr wesentliche Kennzahlen zu beachten als nur die Öffnungs- und Klickraten sowie die Conversion-Rate. Auch die Soft- und Hardbounces, Abmelderaten und Beschwerdeanzahl sind wichtige Daten, die von den A/B-Tests profitieren können.

Wir bieten Ihnen die passenden Testing-Tools an und beraten Sie gerne. Dabei sind wir unabhängig von Ihrem E-Mail-Anbieter. Kontaktieren Sie uns - Es lohnt sich, versprochen!